Gerade im frühen Stadium verursacht die diabetische Retinopathie oft keine Beschwerden. Deshalb sind regelmäßige Netzhautkontrollen entscheidend.
Diabetische Retinopathie
Lasertherapie bei diabetes bedingten Netzhautveränderungen
Diabetes kann die kleinen Blutgefäße der Netzhaut schädigen. Diese Erkrankung nennt man diabetische Retinopathie. Sie entwickelt sich oft schleichend und bleibt anfangs manchmal unbemerkt. Unbehandelt kann sie jedoch zu einer deutlichen Sehverschlechterung führen.
Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind für Menschen mit Diabetes deshalb besonders wichtig. Werden diabetesbedingte Netzhautveränderungen rechtzeitig erkannt, kann eine Behandlung helfen, das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen und das Sehvermögen möglichst zu erhalten.
Was ist eine diabetische Retinopathie?
Bei der diabetischen Retinopathie werden die feinen Blutgefäße der Netzhaut durch erhöhte Blutzuckerwerte geschädigt. Es kann zu kleinen Blutungen, Gefäßverschlüssen, Flüssigkeitseinlagerungen oder krankhaften Gefäßneubildungen kommen.
Für die genaue Beurteilung der Netzhaut steht im Augenzentrum moderne bildgebende Diagnostik zur Verfügung. Mithilfe der Angiographie mit dem ZEISS CLARUS 700 lassen sich hochauflösende Weitwinkelaufnahmen erstellen, die auch großflächige Gefäßveränderungen und Durchblutungsstörungen detailliert sichtbar machen können.
Mögliche Anzeichen sind:
- verschwommenes Sehen
- schwankende Sehschärfe
- dunkle Flecken im Gesichtsfeld
- verzerrtes Sehen
- Probleme beim Lesen
- plötzliche Sehverschlechterung
Wann wird eine Laserbehandlung bei
diabetischer Retinopathie eingesetzt?
Eine Laserbehandlung kann sinnvoll sein, wenn bestimmte Netzhautbereiche nicht mehr ausreichend durchblutet sind oder krankhafte Gefäßveränderungen entstehen. Ziel ist es, die Netzhaut zu stabilisieren und das Risiko schwerer Komplikationen zu reduzieren. Ob eine Lasertherapie oder eine andere Behandlung, zum Beispiel eine IVOM, geeigneter ist, hängt vom genauen Netzhautbefund ab.
Die Laserbehandlung kann je nach Befund eingesetzt werden bei:
- fortgeschrittener diabetischer Retinopathie
- krankhaften Gefäßneubildungen
- Netzhautarealen mit schlechter Durchblutung
- bestimmten Flüssigkeitseinlagerungen
- erhöhtem Risiko für Blutungen im Augeninneren
Wie funktioniert die Laserbehandlung?
Bei der Laserbehandlung werden gezielte Laserherde auf die betroffenen Netzhautbereiche gesetzt. Dadurch können krankhafte Prozesse an der Netzhaut beeinflusst und das Fortschreiten der Erkrankung gebremst werden.
Die Behandlung erfolgt ambulant. Das Auge wird mit Tropfen vorbereitet. Je nach Befund kann eine einzelne Sitzung ausreichen oder es können mehrere Behandlungstermine erforderlich sein.
Ziel der Behandlung
Das wichtigste Ziel der Laserbehandlung bei diabetischer Retinopathie ist der Erhalt des Sehvermögens. Die Therapie soll helfen, die Netzhaut zu stabilisieren, das Risiko von Blutungen zu reduzieren und schwere Folgeschäden möglichst zu vermeiden.
Eine bereits eingetretene Sehverschlechterung lässt sich nicht immer vollständig rückgängig machen. Umso wichtiger sind frühzeitige Kontrollen und eine rechtzeitige Behandlung.
Häufige Fragen zur Laserbehandlung
bei diabetischer Retinopathie
Warum betrifft Diabetes die Augen?
Diabetes kann die kleinen Blutgefäße im Körper schädigen. Auch die feinen Gefäße der Netzhaut können betroffen sein. Dadurch entstehen Blutungen, Flüssigkeitseinlagerungen oder Gefäßverschlüsse.
Merkt man eine diabetische Retinopathie frühzeitig?
Nicht immer. Gerade im Anfangsstadium kann die Erkrankung ohne Beschwerden verlaufen. Deshalb sollten Menschen mit Diabetes ihre Netzhaut regelmäßig augenärztlich kontrollieren lassen.
Was bewirkt die Laserbehandlung bei diabetischer Retinopathie?
Die Laserbehandlung soll krankhafte Netzhautveränderungen stabilisieren, das Fortschreiten der Erkrankung bremsen und das Risiko schwerer Komplikationen reduzieren.
Ist die Laserbehandlung schmerzhaft?
Die Behandlung wird meist gut toleriert. Manche Patienten empfinden die Lichtimpulse als unangenehm oder blendend. Das Empfinden ist individuell unterschiedlich.
Reicht eine Laserbehandlung aus?
Das hängt vom Befund ab. Manchmal genügt eine Behandlung, in anderen Fällen sind mehrere Sitzungen oder zusätzliche Therapien wie IVOM notwendig.
Diese Information dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt nicht das persönliche ärztliche Aufklärungsgespräch. Welche Laserbehandlung sinnvoll ist, kann nur nach einer individuellen Untersuchung entschieden werden.
